(fredmund malik : gefährliche managementwörter)

fredmund malik faßt in dem buch ‘gefährliche managementwörter’ den stand des wissens über management und -theorien zusammen. auf höchst eigenwillige weise.

er nimmt längst überholtes wissen, wie es nur noch in wenigen köpfen herumspukt, und erklärt dies zur negativen norm der welt dort draussen.
sodann beschreibt er, warum man so nicht denken kann – was wir anderen doch längst wissen.

danach rollt er – mit gut gewählten worten den eindruck erweckend, all das nun im buche kommende sei auf seinem mist gewachsen – die theorien, arbeitsweisen, empfehlungen – sogar längst erprobtes und in den täglichen fundus der erfolgreichsten manager und leader übergegangenes wissen – als sein eigenes gedankengut aus.
höchstwahrscheinlich unbewußt.

meine lieblingsreplik jedoch ist, daß er “schon vor dem niedergang der internet-blase” wußte und predigte, daß das nichts wird.
und er wohl bis heute nicht bemerkt hat, wie nachhaltig die erfolgreichen unternehmen der sogenannten new economy unser denken, handeln und wirtschaften verändert haben. für immer.
er scheint noch nicht ganz im hier und jetzt angekommen zu sein.

das ist gefährlich. nicht die wörter. das denken dahinter.

warten wir auf ihn.