Worte, die wir nicht mehr hören möchten – 01: Digitale Transformation

389 Worte | Become part of the discussion @facebook.

Hat jetzt jeder etwas zur Digitalen Transformation gesagt!? Die Digitalagentur? Contentagentur? Kreativagentur? Social? Der Management-Coach? Die Unternehmensberatung?

Leider sprechen die meisten allein für sich selbst. Jeder will sein Produkt verkaufen – niemand das Problem des Unternehmens lösen.

Digitale Transformation jedoch ist nicht lokal im Marketing, Vertrieb, Management, Werbung oder Customer Service zu verorten. Die Digitale Transformation muss sich über den kompletten komplexen unternehmerischen Körper erstrecken. Ganzheitlich. Inklusive des Kopfes. Und von innen heraus.

Die Digitale Transformation transzendiert Körper, Geist und Seele des gesamten Unternehmens. Sie ist nicht minimal invasiv. Niemals also ist es mit einem simplen lokalen Eingriff getan.

Oder? Halt, ist es nicht tatsächlich so simpel? Ohne Buzzwords und beratungs-theoretische Verrenkungen machbar? Mit ein wenig Gesundem(!) Menschenverstand, mit Intellekt, Intuition und Imagination? Einen Versuch ist es wert:

1. Auch der unternehmerische Fisch stinkt vom eigenen Kopfe her. Man wird vor allem anderen ersteinmal selbst digital werden, digitales Verständnis erwerben, digital denken lernen müssen – ehe man irgendetwas handwerklich ‘tun’ kann. Gedanklich, mental, spirituell fast.

2. Man wird sich nach dem Sinn, dem ‘Warum?’ fragen müssen – noch lange nicht nach dem ‘Was?’ oder ‘Wie?’. – Warum! Warum muss ich überhaupt digital werden? Warum ist das nutzenbringender, gar wahren Nutzen stiftend für meine Kunden? Warum ist das Digitale relevant für mich als Unternehmen?

3. Man wird einen erhellenden Blick in die Zukunft werfen, die kommenden Bedürfnisse, Probleme, Sehnsüchte der Menschen im Kern verstehen und annehmen müssen. Die Zukunft leben müssen.

4. Man wird auf dieser Basis seine existente analoge Unternehmensvision infragestellen müssen. Nicht mehr und nicht weniger. Die eigenen unternehmerischen Wertschöpfungsketten und vor allem Grenzen transzendieren müssen.

5. Man wird mit Beginner’s Mind auf sein Unternehmen schauen und mit einem weißen Blatt Papier beginnen müssen. Wert- und Nutzen-Versprechen neu kreieren müssen. Arbeitsmodelle und -räume, Hierarchien, Strukturen, Verantwortlichkeiten neu denken müssen. Passend für die kommenden Zeiten, Zustände und Zukünfte.

6. Man wird konsequent kompromisslos handeln müssen, denn in der Digitalen Transformation gibt es keine Grauzonen. Die Nullen von den Einsen trennen müssen – gleichzeitig ihr nahtloses Zusammenspiel orchestrieren müssen.

7. Schließlich wird man mehr als alle eingangs genannten Protagonisten zum sinnstiftenden, ganzheitlichen, inhaltlich aufeinander abgestimmten Einsatze bringen müssen.

Wichtig ist einfach nur, dass jemand von Anfang an den Durchblick hat – und von da an den Überblick behält: the Chief Innovation Business Development Digital Whatever Transformation Officer! Aber wer soll sie/ihn einstellen, wenn niemand im Unternehmen digital ist!? – Gehe zurück auf Eins.