Dear CEOs, macht Manager zu Mäzenen! – #stopmakingsense

Es könnte so schön sein, in der Werbung, in der Kultur, dem Leben, wenn wir alle ein wenig mehr Mut hätten. Mut, Rückgrat und Selbstbewußtsein, unsere Persönlichkeit auszubilden, uns zu messen an ungeschriebenen Gesetzen. Der Vielfalt zu huldigen statt immer wieder nur dieser elenden Droge Einfalt.

Ich kann so lange predigen wie ich will -zB im Beitrag der aktuellen Wirtschaftswoche Kolumne betitelt Werbung muss wieder Kunst werden– nichts wird passieren, wenn nicht der letzte meiner Punkte Relität wird und der Manager des Status Quo endlich zum Mäzen des Neuen wird.

Warum Manager sich das nicht trauen?

Nun, weil sie niemanden über sich wissen, der ihnen den Rücken freihält, wenn es eng wird. Niemanden, der ihnen Mut macht, sie Fehler und Erfahrungen machen lässt, zum Wohle des Produktes, der Marke, des Unternehmens.

(Und, übrigens, genau aus diesem obigen Grunde machen eben diese Manager ihren eigenen Mitarbeitern auch keinen Mut, geben keine Carte Blanche, kein Spielfeld, sich die Hörner abzustoßen und in Erfahrungen zu investieren, statt in Ladenhüter.)

Zurecht beklagt zB Klaus Eck, dass es in Deutschland keine Social CEOs gäbe. Kein Wunder, denn dazu würde Mut gehören, Rückgrat und Selbstbewußtsein. Der Wunsch, sich auszutauschen, den Diskurs zu suchen, das ehrliche Feedback. Zu lernen, sich zu entwickeln, über sich hinauszuwachsen.

Der fehlende Social CEO ist nur das Symptom einer weit gefährlicheren Malaise: der in Deutschland fehlenden Leadership-Persönlichkeiten von Formate eines Richard Branson oder Steve Jobs. Frauen und Männer, die auch mal Tacheles reden mit ihren Kunden, der Gesellschaft und Politik. Die ihren Weg gehen, die vor allem wissen, was sie wollen, statt immer nur in falsch verstandenem, vorauseilendem Gehorsam es jedem recht zu machen.

Wie weit wir damit kommen sieht man an unseren Verwaltern in Verlagen, Energie-, Musik-, Auto-, Telekommunikations-Industrien. Überall fehlen die Visionen, grassiert die Angst vor dem Internet, hat man es sich mit Hilfe der Politik gemütlich gemacht in seinen monopolen Oligopolen.

Klaus spricht zurecht nicht direkt die CEOs mit seinem Post an, denn die lesen in Deutschland keine Blogs, haben keine Zeit für die Realität dort draussen, lassen sich diese in kleinen Excel-Häppchen in der Business-Class servieren.

Dabei sind Social CEOs Outperformer, wie ich schon in Social CEOs sind Outperformer – vice versa beschrieb. Und wie nur soll das Unternehmen sozial medial werden, wenn der CEO dafür nichts übrig hat? Schließlich gilt “Wichtiger als Strategien ist die Kultur eines Unternehmens. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen”, siehe Lieber CEO, begeistere mich mit Kultur.

Wie nur soll das Unternehmen – oder gar der CEO – “einen Unterschied im Leben der Menschen machen”, wie es Richard Branson unten in der Graphik ausdrückt, wenn der CEO nichtmal genügend Mut, Rückgrat und Selbstbewußtsein hat, bessere Werbung zu machen, verdammtnochmal?

 


Via Virgin.

 

Hier noch einige relevante Links zum Thema:

@thethirdclub: Lieber CEO, sag mir WARUM!?
@thethirdclub: Verbrenn’ Dir ruhig mal die Finger, lieber CEO
Social Web – Da muß der CEO nochmal ran, 2010(!)

– Repost vom 11.Okt 2012 –

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