3 ‘Geschenke’ für den CEO, der meint, schon alles zu haben – #stopmakingsense

Kurz vor Weihnachten und kurz nach Jack Wolfskin denkt man natürlich besonders gerne darüber nach, was den Menschen, die wir lieben, fehlt – und womit wir sie glücklich machen könnten.
(Anmerkung: Zum besseren Verständnis des Folgenden sei mein Artikel “Jack Wolfskin eröffnet den Abmahn-Herbst” empfohlen)

Oft wissen unsere CEOs ob ihres Tagesgeschäftes nicht, wo ihnen der Kopf steht und wie ihnen geschieht: – pausenlos will die Sekretärin das Diktat der letzten Woche fortsetzen,
– der Produktionsleiter steht seit Stunden vor der Tür,
– die Säcke mit den Leserbriefen sind unbeantwortet,
– der in Indien zentralisierte Kundenservice hat die eMails noch nicht ausgedruckt und gefaxt,
– der Social Media Experte läßt nicht locker, obwohl man selbst doch aus Erfahrung weiß, daß ‘Social’ und ‘Media’ unüberwindbare Gegensätze sind,
– der PR-Agent hat die wöchentlichen Clippings noch nicht präsentiert,
– die Rechtsberatung berät sich noch.

Man hat also alles, außer Zeit, sich selbst infragezustellen, Zeit, darüber nachzudenken, was denn so richtig schlecht läuft und die Marke – und damit das Unternehmen und einen selbst – den Kopf kosten könnte.

Wir wissen nicht, was der freundliche Guru empfiehlt …

… wir aber empfehlen: Drei Dinge nur braucht der CEO von Welt in diesen Tagen, um Fährnisse antizipieren, Beratervorschläge volley retournieren und unwiderstehliche Konsum-Bedürfnisse kreieren zu können:

1 – Achtsamkeit für Empathie

Ein Gespür für Menschen: “Empathie > mit einem anderen Menschen meint, dass man diesen von außen – ohne persönliche Grenzen zu überschreiten – möglichst ganzheitlich erfasst, dessen Gefühle versteht, ohne diese jedoch notwendigerweise zu teilen,
und sich damit über dessen Verstehen und Handeln klar wird. Ein Lebewesen ist mit einem anderen empathisch, wenn es sich in dieses einfühlt, sich also vorstellt, es wäre das andere, beziehungsweise so fühlt, wahrnimmt und denkt, als wäre es das andere.”

“Mit Achtsamkeit im Sinne von Mindfulness ist diejenige geistige Einstellung gemeint, in der man sich um ein breites und gleichmütig-akzeptierendes Achtgeben auf alle Phänomene bemüht, die im Geist“, also in der Wahrnehmung oder Vorstellung (im Bewusstsein) auftauchen: Gedanken aller Art wie Erinnerungen oder sonstige Vorstellungen, Sinneswahrnehmungen aus der Umgebung sowie aus dem eigenen Körperinneren einschließlich aller emotionalen Vorgänge.”

EmpatischbyNatureTatsächlich sind wir alle von Natur aus empathisch – sonst wären wir längst ausgestorben. (Leider meinen heutige Manager, dies sei Luxus in Zeiten der Marktforschung, der Agenturen und Berater aller Couleur – sie werden wohl wirklich aussterben.)

Wir müssen also zuallererst nur(!) wieder unsere Sinne schärfen, sensibler, aufmerksamer, achtsamer werden!

2 – Fähigkeit zur Interaktion

Kommunikation, auch dies sei mancher Agentur und manchem Experten gesagt, funktioniert nur auf Augenhöhe. Denn es geht nicht allein um das gehört oder verstanden werden (oder gar nur die Kontakt-Chance!), man muß auch überzeugen! Man muß die Menschen erreichen, ihr Herz, ihr Hirn, ihren Bauch!

Kommunikation ist heute mehr als Werbung und PR. Kommunikation ist Interaktion jeder Unternehmens-Faser mit jedem einzelnen (potentiellen) Konsumenten.

Gerade dort, an der Schnittstelle von Individuum und Marke, sollte man sich bewußt machen, daß man nie alleine ist! Und ist es nicht das eigene Gewissen, das eigene Rückgrat, die eigene Ethik, so sind es immer die ungeschriebenen Gesetze der Menschen, die Marke und Unternehmen auf Schritt und Tritt, Wort für Wort begleiten.

3 – Intuition für Gegenseitigkeit

Behandle andere so, wie Du selbst behandelt werden möchtest – mehr muß man an dieser Stelle nicht sagen! Egal, ob Mensch, Marke oder Manager!

Entwickle Erfahrungen – die Basis der Intuition – für die Ängste und Sehnsüchte der Menschen. Lies ihnen ihre Wünsche von den Augen ab. Enttäusche sie nicht. Gib ihnen, damit sie zurückgeben können.

Bedenke, daß der Preis der Ware das Geringste ist, was die Menschen geben. Erarbeite Dir ihre Loyalität, ihr Vertrauen, enttäusche es nicht. Enttäusche sie nicht!

Inspiriere die Menschen (in Worten und in Taten) derart, daß sie sich gerne für Deine Marke engagieren (in Worten und in Taten)! Bedenke, sie könnten Deine Botschafter, Innovatoren und Co-Kreatoren sein!


3 Geschenke, die nicht viel kosten, aber jedes Unternehmen und jeden Manager auf die Zukunft und den neuen Konsumenten vorbereiten!

3 Geschenke, die der neuen Unabhängigkeit, Individualität und Ungeduld der Menschen vorbildhaft vorangehen.
3 Geschenke, die kein Berater im Rucksack hat, denn die kann er nicht verkaufen!

– Repost vom 19.Okt 2009 –

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(Der Vollständigkeit halber:
Zwei Links vom Ende des Originalposts
> “Der kleine Jack und die PISA-Studie 2009” , fixmbr.
> “Jack Wolfskin: Die meinen das ernst” , 50hz.)